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Lostplaces Fotografie in Ost Deutschland

Der Besuch von Lost Places ist seit geraumer Zeit ein Trend geworden an dem sich die Geister scheiden. Immer wieder steht die berechtigte Angst im Raum, dass diese verlassenen Orte - lostplaces- von Vandalen endgültig ruiniert werden oder als Müllkippen genutzt werden. Trotzdem fnden dort immer interessante Veränderungen statt. Ein Großteil der gesprühten Graffitis sind unglaublich kunstvoll. Man findet auch Installationen einzelner Künstler. Neben der Freude an diesen Veränderungen konzentriere ich mich beim Besuch dieser Orte auf fotografische Aspekt und recherchiere aber auch gern geschichtliche Hintergründe.

Wachturm ehemaliges Bramo-Gelände

In Brandenburgs Wäldern:

Die Brandenburger Motorenwerke (Bramo) und die Zühlsdorfer Motorenwerke (Zümo)

Nur ganz kurz vorab zum "Fotografischen".  Auf dem Gelände, insbesondere im südlichen Bereich der Zümo, sind noch einige wenige Gebäudereste zu finden. Jedoch keine Ruinen mehr sondern nur zerstörte Fragmente. Die drei Wachtürme am Postenweg stammen aus DDR Zeiten, als das Objekt durch das MfS genutzt wurde, sie sind und bleiben noch hoffentlich lange erhalten, denn es sind sehr interessante Motive und aber auch Zeitzeugen.

Am Ortsausgang von Zühlsdorf in Richtung Basdorf liegt das Gelände der ehemaligen Fabrik- und Forschungsanlage der Bramo und Zümo. Die Anlage teilte sich in einen nördlichen Teil und in einen südlichen Teil. Das Werksgelände hatte einen direkt Gleisanschluss an die Stammstrecke der Heidekrautbahn.

Hochbunker Friedrichsthal

In Brandenburgs Wäldern:

Hochbunker Friedrichsthal

Im Sommer 2016 ging es auf Erkundungstour eigentlich nach Oranienburg. Startpunkt war die Firiedrichsthalerstrasse an den alten Gleisanlagen. Es ging weiter in Richtung Malz auf der Malzer Chaussee.  Dort bin ich einfach rechts in das große Waldsgebiet an der Havel gelaufen, nicht weit entfernt von der Brücke die zu den Heilstätten Grabowsee führt, befindet sich in alter Hochbunker.
Hier hat die Wehrmacht eine Nachrichtenzentrale betrieben. In diesem Waldstück sind auch noch Fundamente mit Trossen zu finden die darauf schliesen lassen, dass sich hier auch verschiedene Sendemasten befanden. Der Bunker ist gücklicherweise gut umzäunt, zugemauert und aber auch in eienem sehr maroden Zustand. Mit Sicherheit begibt man sich in Lebensgefahr wenn man der Meinung ist sich den Bau von innen ansehen zu wollen.

Einfliegerhalle Heinkel-Werke Oranienburg

Einfliegerhalle Oranienburg

Bei Oranienburg bauten die Heinkel-Werke von 1936 bis 1939 einen Flughafen/-platz. Es siedelten sich auch die Versuchsstelle für Höhenflüge als auch die Fernaufklärer unter der Tranbezeichnung "Wettererkundungsstaffel" bei Wilhelminenhof an.  Die Wehrmacht/Luftwaffe nutzte den Werkflughafen und auch Flughafen bis 1945. Noch im Januar 1945 wurde die Horten Go 229V-2 (Ho IX V-2) mit zwei Jumo Turbinen fertiggestellt und auf dem Flugplatz Oranienburg eingeflogen und getestet. Es kam aber zu einem folgenschweren Unfall, bei dem der Testpilot Erwin Ziller ums Leben kam. Mehr Informationen unter: www.luftkrieg-oberhavel.de Nach dem Krieg blieb nur noch vom Werk II die Einfliegehalle, einige Nebengebäude und der Werkflugplatz übrig.

Heilstätten Grabowsee

In Brandenburgs Wäldern:

Heilstätten Grabowsee

Im Juni 2016 ging es für einen Tag auf Fototour in die Heilstätten. Ab nach Schmachtenhagen und in der Kurve links in den Wald rein und immer gerade aus. Die Strasse ist zwar asphaltiert aber nicht wirklich in einem guten Zustand. 

Bogensee Villa

Das Gelände am Bogensee

Update 2019:

Mitten im Naturpark Barnim gelegen unterteilt sich das Gelände eigentlich in zwei Areale die FDJ "Hochschule Wilhelm Pieck" und das Areal der Goebbels Villa "Waldhof am Bogensee".

Eigentümer war Freiherr von Redern, der im Jahre 1919 auf Grund seiner hohen Schulden das Areal am Bogensee für 20 Millionen Reichsmark an das Land Berlin verkaufte, das bis heute noch Eigentümer ist. Ein Teil dieser Ländereien, 200 Hektar wurde 1936 auf Beschluss des Hauptstadt (Landes) Berlin dem damaligen Reichsminister Joseph Goebbels auf Lebenszeit zur Nutzung zur Verfügung gestellt.

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